128. BB: Umgestalten und den Nachwuchs einbeziehen – jetzt!

(26.02.2015)

Zum 128. Business Breakfast trafen sich Unternehmerinnen und Unternehmer am frühen Morgen des 26. Februar im Kletterzentrum WUPPERWÄNDE in Wuppertal-Oberbarmen.

Die Wahl des Ortes hatte seinen guten Grund. Denn beim Personalentwicklungsprogramm dreipunktnull, Thema der Veranstaltung, geht es neben Machtübernahme auch um neue Seilschaften. Dabei sei nicht die oftmals negative Bedeutung dieser Begriffe gemeint, wie wuppertalaktiv!-Geschäftsführerin Antje Lieser bei ihrer Begrüßung erläuterte. Vielmehr ginge es um den Nachwuchs in den Unternehmen, der – natürlich – die Entscheidungen in der Zukunft treffen wird und der auf dem Weg dorthin sicherlich neue Netzwerke (sprich: Seilschaften) bilden wird.
dreipunktnull, so der Geschäftsführer der Agentur BECK UND CONSORTEN, Joachim Beck, wurde von der Bergischen Entwicklungsagentur entwickelt und 2011 erstmalig als Pilotprojekt vorgestellt. Weitergeführt wird das überbetriebliche Programm seitdem von BECK UND CONSORTEN und wird im April in die sechste Seminarreihe gehen, mit Nachwuchskräften aus über 20 Unternehmen jeglicher Branchen.
Sollte man sich bei der Personalentwicklung an der Zukunft der Arbeitswelten orientieren? Und wie sehen diese aus? „Wir wissen es nicht“, so Beck. Diese Frage werde viel zu oft aus der technischen Perspektive beantwortet – und zumeist falsch, wie Beck an Beispielen aufzeigte. Vielmehr sollten die Bedürfnisse in den Vordergrund stehen.


Und wie werden die Menschen leben im Jahr 2035, welche Werte, welche Motive werden sie haben? Auch diese wandelten sich und seien von Generation zu Generation unterschiedlich. Das zeigte ein anschaulicher Vergleich zwischen den Antworten der Veranstaltungsteilnehmer und denen von Jugendlichen auf zehn Fragen aus der Shell-Studie 2012. Interessant auch, dass in dieser Studie den Befragten die sozialen Beziehungen besonders wichtig waren.
Neue Seilschaften bildeten sich aus gemeinsamen Erlebnissen, aus Inspiration und vor allem aus Vertrauen.


Was dies für dreipunktnull bedeutet, erläuterte Diana Schlemmer, Standortleiterin in Wuppertal. Das Programm, das über zwölf Monate an 20 Tagen läuft, basiere auf den drei Säulen Weiterbildung, Community und Mentoring. Bei ersterem werden von erfahrenen Trainees in Seminaren die Schlüsselqualifikationen gestärkt, die die Teilnehmer als spätere Führungskräfte mitbringen. Community bedeutet das Arbeiten in der Gruppe mit Projekten, Referaten und erarbeiteten Problemlösungen. Vor allem die Gruppenarbeit sei sehr intensiv, betonte Schlemmer. Daher wird jeder Teilnehmer von einem neutralen Mentor begleitet.
Die Erläuterungen Schlemmers wurden unterstützt durch einen Film mit Aussagen von Teilnehmern, in denen immer wieder die Worte „Team“, „Zusammenarbeit“,  „Emotion“, „lustig“ und „anstrengend“ fielen.
Zum Ende berichtete Christian Muckenhaupt, Geschäftsführer des Kabelherstellers Muckenhaupt & Nusselt, von den persönlichen Erfahrungen seiner Nachwuchskräfte mit dreipunktnull. Es sei nicht nur der Arbeitnehmer, der sich entwickele, sondern auch das Umfeld. Die Absolventen seien „hungrig und heiß“, die Erfahrungen umzusetzen, so Muckenhaupt.
Ein gutes Beispiel auch für die anwesenden Mittelständler, dem Aufruf  Joachim Becks zu folgen, „jetzt umzugestalten und den Nachwuchs dabei einzubeziehen.“ Die vielen Fragen im Anschluss zeigten das große Interesse, das Beck geweckt hatte.

Zum 129. Business Breakfast lud Kerstin Wülfing als Geschäftsführerin in die Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land im Burgholz, Zur Kaisereiche 105, ein. Termin ist der 19. März, nur zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung dieser so ambitionierten und wichtigen Einrichtung. Beginn des Frühstücks ist wie immer um 7:45 Uhr.