152. BB: Vom Handwerksbetrieb zur Marke

(21.09.2017)

200 Gäste folgten der Einladung der Parkett Dietrich GmbH zum 152. Business Breakfast – und erfuhren, wie das traditionelle Familienunternehmen es geschafft hat, sich modern und zeitgemäß aufzustellen.

Endlich vorbei, diese Sommerpause! Acht Wochen ganz ohne Business Breakfast sind aber auch einfach nicht schön – und so war der Andrang bei der 152. Ausgabe entsprechend groß. Mehr als 200 Gäste folgten der Einladung der Parkett Dietrich GmbH und konnten ihr Frühstück in den imposanten Räumen an der Sanderstraße einnehmen, umgeben von hochwertigem Parkett und stilvoll eingerichteten Showrooms.

Allein der Weg zum Vortragsraum: eine kleine Reise für sich. Und eine lohnende, denn dort berichtete Geschäftsführer Frank Dietrich, wie das Familienunternehmen es geschafft hat „vom lokalen Handwerksbetrieb zur Marke“ zu werden.
Viele Zuhörer staunten nicht schlecht, als sie hörten, dass das Unternehmen inzwischen nicht nur bundesweit 230 Mitarbeiter an fünf Standorten (Köln, Krefeld, Dortmnund, Hamburg und natürlich Wuppertal) beschäftigt, sondern sogar deutschlandweit der zweitgrößte Parkettverlegebetrieb ist. Ein besonderer Wert wird dabei auf die Mitarbeiter selbst gelegt. So gibt es weder Zeitverträge, noch Subunternehmen oder Leiharbeiter: „Wir beschäftigen nur eigene Mitarbeiter und setzen damit auf maximale Verpflichtung und Verantwortung“, betonte Frank Dietrich und bekam dafür zurecht viel Applaus. Ebenso für die Einstellung, die hinter der Personalpolitik des Unternehmens steht: „Bei uns zählen keine Lebensläufe, sondern nur die Menschen. Es ist das persönliche Gespräch, das darüber entscheidet, ob wir jemanden einstellen und ihm eine Chance geben. Es muss menschlich stimmen.“

Wie aber schafft man es nun, ein 1918 gegründetes Unternehmen modern und zeitgemäß aufzustellen? Ein Unternehmen, das deutschlandweit eine der ersten Schleifmaschinen aus Amerika im Einsatz hatte, nach dem Krieg vom Wirtschaftswunder profitierte, Probleme bekam als plötzlich Teppiche modern waren und zwischenzeitlich bis in die 70er-Jahre sogar Fertighäuser im Repertoire hatte, von denen einige noch heute in der Südstadt, am Nordpark und auch außerhalb Wuppertals Stadtgrenzen stehen?

Das Familienunternehmen Dietrich setzt auf vier Säulen der Markenbildung. Da ist zunächst das Thema Qualität. Mit dem Anspruch, die Wünsche des Kunden nicht nur zu erfüllen, sondern sogar zu übertreffen, schafft Dietrich eine starke und vertrauensvolle Marke, gepaart mit einer starken Wertschätzung der Kunden. Dieser Qualitätsanspruch drückt sich auch in einer eigenen Parkettkollektion (die zweite Säule) aus, für die die Geschäftsführer regelmäßig die weltweiten Produktionsstätten besuchen und die mindestens ebenso wichtig ist wie die perfekte Präsentation (dritte Säule), bei der Dietrich sich keinen geringeren als Ralph Lauren als Vorbild genommen hat.

Lauren war es, der die Präsentation der Produkte in seinen Showrooms mit einem Lebensgefühl verknüpfte und so als erster mehr verkaufte als den reinen Artikel. Bei Parkett Dietrich bedeutet das: große Räume mit großen Präsentationsflächen, geschmackvoll eingerichtet mit hochwertigen Accessoires und Möbeln.
Die vierte Säule schließlich ist das Marketing selbst, bei dem Dietrich mit Beilagen und hochwertigen Anzeigen nach wie vor hauptsächlich auf Print setzt. „Wenn wir eine Beilage veröffentlichen, haben wir fast schon die Garantie, dass unsere Läden in den Wochen danach rappelvoll sind.“ Trotzdem stellt man sich aber auch bei Dietrich auf die neuen Medien ein und ist entsprechend in den sozialen Netzwerken vertreten: „Das ist die Zukunft, da kommt niemand dran vorbei.“

Das nächste Business Breakfast findet am 18. Oktober bei der Hühoco GmbH statt. Thema dann: „Förderung und Subvention für mittelständische Unternehmen“.