Das 74. Business Breakfast fand in der erst im November letzten Jahres eröffneten Niederlassung der NATIONAL-BANK in der Bankstraße statt. Mehr als 180 Gäste, unter ihnen Oberbürgermeister Peter Jung, folgten der Einladung in die neu gestalteten Räume der ehemaligen Landeszentralbank. Zur frühen Stunde war extra der Sprecher des Vorstandes, Dr. Thomas A. Lange, aus der Essener Zentrale der Mittelstandsbank angereist, um über das Thema "Die anhaltende Finanzkrise und die daraus resultierenden Herausforderungen" zu referieren. Zu Beginn seiner hochinteressanten Rede zeigte sich Lange sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf der Bank in ihren ersten sechs Monaten in Wuppertal und im Bergischen Land. Zur Wirtschaftskrise jedoch, die für ihn noch lange nicht vorbei sei, sparte er nicht an deutlichen Worten. "Das Licht, das manche am Ende des Tunnels sehen, könnte auch der Zug sein, der einem entgegen kommt und überrollt", so Lange. Deutschlands Wirtschaft, die vom Export abhängig ist, sei durch die momentane weltweite Situation gleich doppelt betroffen. Er zeigte sich jedoch auch selbstkritisch, was die Bankenbranche betrifft. Hier seien schwere Fehler gemacht worden. Doch nach Ursachen und Gründen zu suchen sei nicht die Aufgabe, es gehe vielmehr darum, Lösungen aufzuzeigen. "Es gibt kein Kreditdefizit, sondern ein Kreditwürdigkeitsdefizit", und da sei Vertrauen zwischen dem Mittelstand als Kunden und den Geldinstituten höchstes Gebot. Er riet den Anwesenden, ungeachtet der harten Rating-Maßnahmen ihre Probleme offen mit den Banken zu besprechen.
Nach seiner Rede nahm sich Dr. Lange noch die Zeit, Fragen aus dem Plenum zu beantworten.