Selten wohl hatten die ehemaligen Studenten unter den Besuchern des 92. Business Breakfast eine Universität so früh betreten - doch es ging nicht in den Hörsaal, sondern in die vor drei Jahren stilvoll modernisierte Uni-Kneipe zum Frühstück. Eingeladen hatten die BERGISCHE KRANKENKASSE und der Hochschulsport (HSS) der Bergischen Universität. Nach der Begrüßung durch Anja Deters hieß auch die Prorektorin für Transfer und Internationales an der Uni, Prof. Petra Winzer, die zahlreichen Gäste, unter ihnen auch Oberbürgermeister Peter Jung, willkommen.
Christiane Kowalski, Stellvertreterin des Vorstands der BERGISCHEN, stellte ihr traditionsreiches Unternehmen, das seit über 140 Jahren im Bergischen Land seine Kunden betreut, vor und garantierte für 2011 keine Zusatzbeiträge ihrer Kasse. Zudem könne jeder die BERGISCHE als seine Kasse wählen, und, so Kowalski: "Wir belohnen gesundheitsbewusstes Leben." Auch bewundere sie die zahlreichen Aktivitäten des HSS, mit der die BERGISCHE eine Partnerschaft eingegangen ist. Dem konnte ihre Kollegin Silvia Kramarz nur zustimmen. Dies sei eine gute und fruchtbare Verbindung, so die Leiterin des Wuppertaler Kundenzentrums an der Schlossbleiche. Viele Aktionen würden gemeinsam durchgeführt, freute sich Kramarz und wies schon auf den 4. Bergischen Firmenlauf hin, der am 16. Oktober in der Elberfelder City stattfinden wird - "Hoffentlich mit zahlreichen Teilnehmern aus Ihren Reihen."
Katrin Bührmann, diplomierte Sportwissenschaftlerin und Leiterin des HSS, erzählte über das vielfältige Angebot, "innovativ, trend- und bedarfsorientiert." In den 100 Kursen pro Woche und den 70 Sportarten fände jeder bewegungsfreudige etwas für seinen Geschmack - von A wie Aerobic bis Z wie Zumba®, dem Fitnesstanz mit Musik. Dazu gebe es mehrere Großevents im Jahr, so das Hochschulsportfest oder den Uni-Drachenboot-Cup auf dem Beyenburger Stausee. Mit seinem Programm und der Zahl der Teilnehmer sei der HSS auf jeden Fall einer der größten Sportanbieter der Region.
Ein ganz besonderes Projekt stellte Bührmanns Kollegin vor, die Diplom-Sportlehrerin Gabriele Maass: den Hochschul-Pausen-Express. In den Zeiten des allgemeinen Bewegungsmangels und der vornehmlich im Sitzen ausgeführten Arbeit solle man gerade die Pausen nutzen. Dazu habe man ein 15-minütiges Programm erarbeitet, das man seit 2009 den Beschäftigten und Studierenden der Uni anbiete. Der Pausen-Express habe allseits großen Anklang und eine positive Resonanz gefunden, fördere die Gemeinschaft und das Arbeitsklima und sei daher auch für Unternehmen sehr interessant, denen man zudem individuelle Beratung anbiete.
Wie der Pausen-Express aber praktisch aussieht, zeigte dann die studentische Mitarbeiterin des HSS Janine Gérard, die mit viel Charme und Enthusiasmus die Anwesenden zum Mitmachen aufforderte - und alle waren beim Recken und Strecken dabei !
Interessant und humorig, aber auch eindringlich zum Abschluss der Vortrag von Sportwissenschaftler Prof. Dr. Theo Stemper, der über den "Homo McDo" sprach: schlechte Ernährung, aber vor allem mangelnde Bewegung. Dabei sei es ganz einfach und koste wenig, sowohl Zeit als auch Überwindung. Schon eine bis zwei Stunden Bewegung pro Woche würden das Risiko eines Infarkts erheblich senken, bei vier bis acht Stunden gar um 54 Prozent! Viele jedoch würden dabei aber an Sport, eben Leistungssport, denken. Dabei handele es sich eben nicht um hartes Training, sondern einfach um Bewegung.
Ein lehrreicher Morgen für die Bewegungsmuffel unter den Frühstückern, die zum Ende vom Leiter der Wuppertaler Niederlassung der National-Bank, Markus Müller, zum nächsten Business Breakfast eingeladen wurden. Dieses findet statt in der Filiale in der Elberfelder Bankstraße am 8. Juni zur gewohnten Zeit.