Nr. 95: AOK Rheinland/Hamburg

(18.10.2011)

Qualität in Krankenhäusern - Wege zur Transparenz

Zum 95. Business Breakfast hatte die AOK Rheinland/Hamburg in ihr Kundenzentrum an der Bundesallee geladen, und viele Frühstücker - und potentielle Patienten - waren gekommen, denn es ging um nichts weniger als die Qualität der Behandlung in Krankenhäusern.

Nach der Begrüßung durch Anja Deters und AOK-Regionaldirektor Hans Baum, der sich freute, nach 2004 zum zweiten Mal Gastgeber eines Business Breakfast sein zu dürfen, erläuterte Matthias Mohrmann, Geschäftsbereichsleiter Krankenhäuser bei der AOK, das Projekt seiner Krankenkasse, das mehr Transparenz in die Leistungen der Kliniken und damit letztendlich größeren Nutzen für die Patienten bringen soll. Eins sei natürlick klar, so Mohrmann: "Wer sich in ein Krankenbett legen muss, der möchte in jedem Fall die bestmögliche Qualität der Behandlung." Die sei aber, wie in anderen Branchen auch, von Fall zu Fall und von Anbieter zu Anbieter verschieden. Denn trotz der immensen Ausgaben und der hohen Anzahl von Krankenhausbetten sei die Behandlungsqualität im internationalen Vergleich keineswegs besser. Auch würden die Patienten hier im Vergleich zu anderen Ländern viel häufiger stationär statt ambulant behandelt. Auch gäbe es einen starken Anstieg bestimmter Behandlungen, beispielsweise im Bereich Orthopädie, der nicht unbedingt im direkten Zusammenhang mit dem demografischen Wandel stünde. Für ihren Ratgeber, den "Gesundheitsnavigator" (www.aok-gesundheitsnavi.de), wo man das bestmögliche Krankenhaus für die Behandlung einer bestimmten Krankheit finden kann, nutzt die AOK einerseits die Resultate der Qualitätssicherung im stationären Bereich mit Routinedaten. Andererseits nutzt sie dazu auch die Ergebnisse aus ihren Patientenbefragungen, bei denen sie eine überdurchschnittliche Antwortquote erreichte. Dabei sind beide Untersuchungen langfristig ausgelegt, um auch die eventuell sich ergebenden Komplikationen zu erfassen. Denn natürlich zeigt sich, dass bei guter Qualität auch die Folgekosten deutlich niedriger seien. Und natürlich hätten auch die Krankenhäuser großes Interesse an ihrer Qualitätssicherung, und so sei man mit den Vertretern in einem guten Dialog und keineswegs auf Konfrontation - für eben mehr Transparenz zum Wohle des Patienten.

Zum 96. Business Breakfast am 16. November lud Prof. Dr. Michael Fallgatter in die Schumpeter School of Business and Economics auf den Campus der Bergischen Universität ein. Zur gewohnten Zeit um 7:45 Uhr.